Umgang mit Resin (Polyurethan) und 3D-Druckteile

Die Oberfläche der Gußteile kann mit allen Schleifmitteln bearbeitet werden. Vor dem Lackieren sollten die Resin-Teile mit Seifenlauge oder einem anderen Entfetter gereinigt werden. Sollte ein Gußteil einen leichten Verzug aufweisen, kann dieses mit heißem Wasser gerichtet werden.

Anders verhält es sich mit 3D-Druckteilen. 3D-Druckmaterial ist ein flüssiger 1-Komponenten-Kunststoff, der schichtweise mittels Laser ausgehärtet wird. Damit sich das 3D-Druckteil erstellen lässt, ist es mit einem Stützgerüst versehen. Die Punkte, wo das Gerüst das spätere Bauteil berührt werden automatisch gesetzt. Dabei wird darauf geachtet, daß diese Punkte in einem später nicht sichtbaren Bereich liegen. Zumeist ist dies auch möglich, allerdings gibt es auch immer wieder Bauteile wo an Außenflächen eine Stütze gesetzt werden muss. Auf keinen Fall sollten diese Stützen abgebrochen werden! Bitte immer mit dem richtigen Werkzeug die Stützen abtrennen. 3D-Resin ist deutlich spröder als das im Vakuumgußverfahren verwandte Polyurethan. Es kann also relativ schnell passieren, dass bei einem unvorsichtigen Abrechen größere Teile des Modells beschädigt werden. Mit einem feinen Seitenschneider lassen sich die Stützen nahezu bündig am Modell abschneiden. Die dann noch verbliebene Unebenheit lässt sich durch einfaches Schleifen begradigen.

Besonders wichtig ist eine Reinigung des Bauteils. Hier empfiehlt es sich Isopropanol-Alkohol zu verwenden. In seltenen Fällen kann nicht ausgehärtetes Material nach dem Druck auf den Druckteilen verblieben sein.

Kleben lassen sich beide Materialien mit üblichem Sekundenkleber oder 2-Komponeten-Kleber.